Wer eine Immobilie kauft, kalkuliert oft nur mit dem Kaufpreis und dem nötigen Eigenkapital. Tatsächlich kommen aber Nebenkosten hinzu, die schnell zehn Prozent und mehr des Kaufpreises ausmachen. Wer diese von Anfang an einplant, vermeidet böse Überraschungen bei der Finanzierung.
Die einzelnen Posten im Überblick
Grunderwerbsteuer
In Niedersachsen liegt der Steuersatz bei fünf Prozent des Kaufpreises. Bei einem Kaufpreis von 350.000 Euro sind das bereits 17.500 Euro. Diese Steuer ist der größte Einzelposten unter den Nebenkosten.
Notar und Grundbuch
Ein Immobilienkauf ist in Deutschland ohne Notar nicht gültig. Für die Beurkundung und die Eintragung ins Grundbuch fallen zusammen rund 1,5 bis 2,0 Prozent des Kaufpreises an. Diese Kosten trägt in der Regel der Käufer.
Maklerprovision
Beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision seit der gesetzlichen Neuregelung üblicherweise. Der konkrete Satz ist regional unterschiedlich und wird im Vertrag festgehalten.
Beispielrechnung für 350.000 Euro
Bei einem Kaufpreis von 350.000 Euro in Niedersachsen ergeben sich grob folgende Nebenkosten: rund 17.500 Euro Grunderwerbsteuer, etwa 6.000 bis 7.000 Euro für Notar und Grundbuch sowie die anteilige Maklerprovision. In Summe sollten Käufer hier mit einem deutlich fünfstelligen Betrag zusätzlich zum Kaufpreis rechnen.
Worauf Sie achten sollten
Banken finanzieren die Kaufnebenkosten in der Regel nicht mit. Sie müssen aus dem Eigenkapital gedeckt werden. Wer das von Beginn an berücksichtigt, kommt bei der Finanzierungsanfrage zu realistischen Zahlen und vermeidet Lücken. Planen Sie außerdem einen Puffer für mögliche Modernisierungen oder Umzugskosten ein.
Fazit
Die Nebenkosten gehören fest in jede Kaufkalkulation. Wer sie früh einplant, finanziert solider und verhandelt selbstbewusster. Gern rechnen wir gemeinsam mit Ihnen durch, mit welcher Gesamtsumme Sie bei Ihrem Wunschobjekt realistisch planen sollten.
